Montag, 19. Mai 2014

[Rezension] "BookLess-Wörter durchfluten die Zeit" - Marah Woolf

"BookLess-Wörter durchfluten die Zeit" von Marah Woolf
Selfpublishing
9,95 €/ eBook 3,99 €
Fantasy, Trilogie (1. Band)
312 Seiten


"Bücher brauchten Gesellschaft."





Als Buchliebhaber war mir schnell klar, dass ich ein Buch lesen muss, der im Titel ein "Book" beinhaltet. Ich liebe einfach Geschichten in denen es um "meine" Leidenschaft geht.

Inhalt: In BookLess geht es um Lucy, die Bücher über alles liebt. Sie lebt in London, ist Studentin und arbeitet im Archiv der Londoner Nationalbibliothek. Bald lernt sie Nathan kennen. Er ist geheimnisvoll und auch etwas arrogant. Aber zufällige weitere Begegnungen führen dazu, dass sich die Beiden anfreunden und Gefühle für einander entwickeln.
Doch seltsame Dinge geschehen im Archiv. Lucy ist davon überzeugt, dass die Bücher zu ihr sprechen und sie um Hilfe bitten. Ganze Bücher scheinen zu verschwinden, leer zu sein und keiner kann sich mehr an die Geschichten oder Dichter dieser Bücher erinnern.
Hat Nathan etwas damit zu tun?

Mein Senf dazu: "BookLess- Wörten durchfluten die Zeit" ist der Auftaktband der BookLessSaga. Es ist kein eigenständiger Band, da es kein abgeschlossenes Ende gibt. Das natürlich zum Weiterlesen animiert. Ohne viel Vorgeplänkel wird der Leser in die Geschichte eingeführt. Hier und Da erfährt man etwas über die geheimnisvollen Umstände. Aber wie alles letztendlich zusammenhänngt oder wer auf welcher Seite "kämpft" bleibt weitesgehend offen. Genau das macht aber die Geschichte so spannend.
London als Handlungsort zu wählen, fand ich wunderbar, da ich selbst schon in London war. Für einige Orte hatte ich ein genaues Bild und konnte mit den Protagonisten durch die Stadt laufen. Die Geschichte wurde dadurch für mich noch lebendiger.
Lucy ist mir sehr ans Herz gewachsen. Ihre Liebe zu Büchern kann jeder Buchliebhaber nachvollziehen. Ich wäre ebenfalss sehr verwirrt und hilflos, wenn ich feststellen müsste, dass einige Bücher sich dem Anschein nach einfach auflösen und niemand kann sich mehr an deren Geschichten erinnern. Da blutet einem schon das Herz, da es auch Bücher und Schriftsteller sind, die ich selbst sehr schätze.
Nathan ist in meinen Augen, der typische Gegenspieler/männliche Hauptcharakter: gutaussehend, geheimnisvoll, verschlossen, zunächst arrogant und besitzt einen Beschützerinstinkt. Das mag klischeehaft sein, aber genau solch ein Typ "funktioniert" doch am Besten. Ich bin gespannt, wie sich die Liebesgeschichte zwischen den Beiden weiterentwickeln wird.
Die Nebencharaktere konnten mich ebenfalls überzeugen, vor allem bleiben sie mir im Gedächtnis. Da gibt es die liebevolle Heimmutter, die zum Teil chaotischen Freunde, aber auch den äußerst unsymphatischen Großvater.
Marah Woolfs Schreibstil ist sehr flüssig, fesselnd und bildhaft. Sie schafft es die Leidenschaft zu Büchern spürbar und lebendig zu gestalten.

Meine Bewertung: 4/5. Eine sehr spannende Geschichte mit Büchern, Geheimnissen und Liebe. Was will ein Leser mehr? Einen Punkt Abzug für die zum Teil klischeehafte Umsetzung.



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