Donnerstag, 21. August 2014

[Rezension] Das Buch aus Blut und Schatten- Robin Wasserman

"Das Buch aus Blut und Schatten" von Robin Wasserman
Arena Verlag
18,99 (Hardcover)
Jugend-Thriller
552 Seiten



"Wahrscheinlich sollte ich mit dem Blut anfangen."







Inhalt: Nora steht vor ihrem Highschool- Abschluss und arbeitet nebenbei für Professor Hoffpauer, ein Historiker. Sie hat den Job von ihrem besten Freund Chris bekommen, der auch am Institut arbeitet. Sie sollen anhand lateinischer Schriftstücke das Voynich-Manuskript entschlüsseln. Dann verändert ein Abend alles: Chris ist tot (ich spoiler nicht, dass steht schon fest), ihre Freundin Adriane verstört und ihr Freund Max verschwunden. Wie das alles zusammenhängt muss Nora nun herausfinden.


Mein Senf dazu: Der Klappentext unglaublich spannend und mysteriös. Und da es auch um Geheimgesellschaften geht, musste ich es haben. Mir haben zum Beispiel Illuminati und Sakrileg von Dan Brown sehr gefallen.
Am Anfang kam ich sehr schwer in das Buch, was an Robin Wassermans Schreibstil lag. Sie steht zu einem auf kurze Sätze und Schachtelsätze. Im laufe der Geschichte konnte ich mich aber daran gewöhnen und es ließ sich plötzlich recht flüßig lesen.

Am besten hat mir die Entwicklung der Charaktere gefallen. Ich dachte das wieder einmal die typischen Stereotypen gewählt wurden, aber ich wurde eines besseren belehrt. Nora ist im Grunde eine sehr tiefgründige Person, die vor allem vom frühen Tod ihres Bruders geprägt ist. Ihre beste Freundin Adriane entwickelte sich von der anfänglichen Tussi zu einem verletzlichen und zarten Charakter. Und Max, ihr zurückhaltender Freund, wird immer düsterer und undurchschaubarer.

Von dem Voynich-Manuskript hatte ich vor dem Lesen noch nie etwas gehört. Es wird im Buch auch nicht richtig erklärt, daher musste ich auf Wikipedia zurückgreifen. Das Manuskript gibt es wirklich, aber die Geschichte, die hier erzählt wird, wurde von Robin Wasserman frei erfunden. Das finde ich sehr bemerkenswert und es ist ihr sehr gut gelungen, da ich alles sehr plausibel fand. Ich kann es mir gut vorstellen, dass es solche Geheimgesellschaften auch in Wirklichkeit gibt. Besonders zu erwähnen sind die erfundenen Briefe von Elizabeth Weston, da sie einmal auf Latein verfasst und abgedruckt sind und dann eben "übersetzt" von Nora. Sich solche Mühe zu geben, verdient Respekt!

Zunächst spielt die Geschichte in  der USA und nach einem Zwischenstopp in Paris ist der Haupthandlungsort Prag. Prag wurde von Wasserman nicht ohne Grund gewählt, wie sie im Nachwort erläutert. Ich war noch nie in Prag, möchte dies aber unbedingt nachholen. Daher war es sehr spannend nebenbei auch etwas über die Stadt Prag zu erfahren. Die Darstellung, abgesehen vom historischen Stadtteil, war mir allerdings zu sehr mit Vorurteilen behaftet. Oft wurden die Straßen als dreckig und im Charme der alten Swojetunion beschrieben. Sicher gibt es davon noch ein paar Ecken, aber ich denke doch, dass sich Prag deutlich verändert hat. Aber wie gesagt ich war noch nie in Prag.

Am Ende konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Ereignisse haben sich überschlagen und es war so so spannend. Und ich bin mit dem Ende sehr zufrieden.

Meine Bewertung: 4/5. Punkt abzug gibt es für den schleppenden Anfang. Die Geschichte um das Voynich-Manuskript liest sich sehr sehr spannend.



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